Mitarbeiter motivieren

Mitarbeiter motivieren

Welche Probleme gibt es in einem Unternehmen, die Mitarbeiter zu motivieren, sodass sie selber Verantwortung übernehmen?

Mitarbeiter motivieren – Um diese Frage zu beantworten, muss erstmal klar sein, was in einem Unternehmen intern so passiert.

Aus Sicht des Unternehmens (also nicht des Inhabers sondern der juristischen Person, zum Beispiel. die CooleSocken GmbH) soll der Kundennutzen in das Zentrum aller Mitarbeiter gerückt werden. Allerdings gibt es mit widerstreitenden Tendenzen die innere und äußere Referenz.

 

Was ist das?

Innere und äußere Referenz in Unternehmen

Wer meine Blogs liest, weiß, dass ich in den letzten beiden Beiträgen zwei Arten von Chefs und damit auch zwei Arten der Unternehmensführung genauer dargestellt habe. Da gab es den mittlerweile berühmt-berüchtigten Höllen-Chef und den himmlischen Chef. Wo der eine in seinen Mitarbeitern faule und dumme Menschen sah und sieht, sieht der andere, dass ein Unternehmen ohne die richtigen Mitarbeiter ebenso gut die Türen schließen kann. Letzterer Chef hat auch eine weitere wichtige Sache verstanden und lebt diese am Unternehmen. Nämlich, dass die Mitarbeiter der Schlüssel zum Kunden sind – also letztlich zum Kundennutzen ebenso, wie zur Kundenzufriedenheit.

Was sind innere und äußere Referenzen?

Bei der inneren Referenz handelt es sich um das, was innerhalb eines Unternehmens vor sich geht. Genauer gesagt: Was der Chef oder die Führungskraft sagt und will. So stellen Führungskräfte sich immer wieder die Frage: Wer ist verantwortlich? Und oft ist es auch deren Ziel, die Verantwortung nicht auf sich selbst zu laden.

 

Die Befriedigung der eigenen Befindlichkeiten sind demnach ihre oberste Priorität. Die Mitarbeiter sind letztlich enger an die Sorge der Führungskraft gebunden als ans Interesse des Unternehmens, nämlich eine gute Kundenbeziehung zu haben. Das heißt, dass auch wichtige und notwendige Entscheidungen für das Unternehmen von den Führungskräften aus Angst nicht getroffen werden.

 

Die äußere Referenz für ein Unternehmen ist dagegen der Kundennutzen. Was will dieser? Und – viel wichtiger: Wie können das Unternehmen und die Mitarbeiter diesen erfüllen und erreichen?

Wird diese äußere Referenz – also den Kunden happy zu machen – zum Motor des Unternehmens, hat sich die innere Referenz bald in Wohlgefallen aufgelöst. Denn: Weder Chef noch Mitarbeiter kümmern sich noch um die eigenen Befindlichkeiten. Allein wichtig ist hier, dass der Kundennutzen erfüllt wird. Dieser wird zum neuen Fokus/Mantra, und für diesen/dieses tun alle im Unternehmen Beteiligten alles, was möglich ist.

Wie komme das Unternehmen von der inneren zur äußeren Referenz?

In der Regel gibt es Unternehmen mit hierarchischen Strukturen, mit einer fast zentralisierten Unternehmensführung. Und das heißt nichts anderes als: Der Chef entscheidet, die Mitarbeiter führen aus. Dass dies weder diesen noch den Kunden dient, ist Chefs manchmal egal, manchmal wissen sie sich nicht besser zu helfen und agieren nach dem Prinzip, das war schon immer so.

Jedoch nun konkret:

 

  1. Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind darauf eingeschworen, dass „Cover my ass“ nicht mehr die Devise ist, sondern alle Menschen im Unternehmen dieses Ziel haben: „Cover the clients‘ ass“.
  2. Jeder Mitarbeiter ist in seinem Bereich für die Zufriedenheit seines Kunden verantwortlich, und zwar auch intern. Die Buchhaltung ist für die Kunden (also in dem Falle die eigenen Kollegen) verantwortlich, so dass diese zufrieden sind.
  3. Fehler gibt es nicht, sondern werden zu Learning umdefiniert. Diese werden offen – ohne Schuldzuweisungen – allen Mitarbeitern gegenüber kommuniziert.

 

Und das nicht wirklich Überraschende aus sämtlichen Umfragen, die wir in den letzten Jahren durchgeführt haben ist: Die Menschen WOLLEN Verantwortung übernehmen. Denn diese zahlt in ihr Interesse an einer sinnhaften Tätigkeit ein.

Humanunternehmer

So einfach ist es, Humanunternehmer zu sein

Die Philosophie der Humanunternehmer ist erschreckend „simpel“ und doch so effektiv und letztlich nichts anderes, als ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe.

 

Gemäß eines Humanunternehmers gilt die folgende Philosophie: Der Mitarbeiter steht im Fokus. Für diesen Unternehmer ist der Mitarbeiter so etwas wie ein Kunde, das Unternehmen und auch er selbst sind das Produkt, das beim Kunden ankommen soll. Schafft es der Unternehmer, diese Transferleistung umzusetzen, hat er folgende Dinge quasi „im Sack“:

  • Befeuerte Mitarbeiter, die neue Mitarbeiter magisch anziehen
  • Ein Unternehmen voller Energie, das und die Kunden begeistert
  • Einen perfekten Kundenstamm, der von den Mitarbeitern angezogen wird

Das heißt: Die vielfach gefürchtete Akquise ist ein Selbstläufer. Denn es braucht nichts anderes, als entscheidungsfreudige und Verantwortung übernehmende Mitarbeiter, die zu 100 Prozent hinter ihrem Unternehmen und ihrem Chef stehen. Die Mitarbeiter werden quasi vom Verständnis her selber Unternehmer/Chefs.

I’ve been looking for freedom!

Zwei Zauberworte stehen im Mittelpunkt dieser Philosophie, die seit Jahren erfolgreich vom Humanunternehmer Gunnar Barghorn gelebt wird: Freiheit und Leichtigkeit! Diese sind nicht nur im privaten und gesellschaftspolitischen Umfeld das höchste Gut.

Der Humanunternehmer Barghorn hat – und das ist der erste große Unterschied – schlicht und ergreifend keine Lust, ständig Fragen zu beantworten. Seine Philosophie: „Wer antwortet, übernimmt Verantwortung.“ Diese Philosophie ist sehr leicht umzusetzen, und zwar, indem mal einfach auch mal den Mund hält. Die Mitarbeiter kommen dann recht schnell auf den Trichter, dass sie selber die Frage beantworten können und damit Verantwortung übernehmen und machen.

Verantwortung und Freiheit – aber bitte in der Waage!

Und mit dieser Verantwortung erhält der Mitarbeiter schließlich das höchste Gut – seine Freiheit. Und zwar die Freiheit, selbstverantwortlich zu entscheiden, zu arbeiten, zu handeln und zu leben.

Du meinst, das funktioniert nur in der Theorie? Weit gefehlt – denn neben dem himmlischen Chef lebt diese Philosophie seit über 20 Jahren auch Gunnar Barghorn, und das mit anhaltendem Erfolg. Er merkt aber auch an: Freiheit und Verantwortung müssen im Gleichgewicht sein. Zudem will es gelernt sein, mehr Freiheiten zu haben. Der Leitsatz an dieser Stelle: „Verhalte Dich selber so, dass Du selber wollen würdest, dass sich alle anderen auch so verhalten.“

 

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