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2020-08-14 (3)

Was sollte die Priorität des Unternehmers sein?

Kunden – Gewinn -Mitarbeiter? In der Literatur und in der „realen Wirtschaft“ findet die Diskussion um die Frage nach der richtigen Gewichtung in einem Unternehmen immer wieder statt. Wer bzw. Was ist in einem Betrieb am wichtigsten? Kunden, Gewinn oder Mitarbeiter? Eine Frage, auf die es strenggenommen keine „richtige“ Antwort gibt. Hier jedoch mein Versuch.

Zu 1. Die Kunden – Priorität Nummer 1?

In einschlägigen Medien und Wirtschaftsbüchern wird immer wieder darauf abgestellt, dass in einem Unternehmen alles auf den Kunden ausgerichtet sein muss. Aber wer richtet sich denn letztlich auf die Kunden aus? Die Unternehmung selbst? Dies ist schwerlich möglich, handelt es sich bei einem Unternehmen doch meist um eine „juristische Person“, die keinen eigenen Willen entwickeln kann.

Nur der Unternehmer als „natürliche Person“ kann die Kundenausrichtung als Motto an die Belegschaft ausgeben. Beim Thema „Kunden“ müssen im gleichen Atemzug auch die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens genannt werden. Diese sind unmittelbar mit den Kunden verknüpft. Hier besteht eine zwingende Kohärenz, denn: Ohne Kunden sind Produkte etc. obsolet.

Kunden und die Zufriedenstellung ihrer Wünsche werden von vielen Unternehmern als ihre wichtigste Tätigkeit betrachtet. Jedoch birgt die ausschließliche Fokussierung auf den Kundenwunsch die Gefahr, das große Ganze zu vernachlässigen. Geschieht dies und dem Kunden wird jeder noch so kleine und absonderliche Wunsch von den Augen abgelesen, wird die Gesamtorganisation der Firma gefährdet.

Die Folge: Im Unternehmen macht sich durch die dauerhafte Überreizung der Organisation Unruhe unter den Mitarbeitern breit. Dennoch tendieren viele zu diesem absolutem Kundenmodell, um so die langfristige Kundenbindung zu kommerzialisieren. In der Theorie ist dieser Gedanke durchaus richtig – aber das war/ ist auch der Kommunismus. Scheitern tut ein solches Modell letztlich in der Praxis. Denn:

  • Lässt der Unternehmer immer wieder neue Ideen für Kunden entwickeln,
  • und lässt dabei die Firmenorganisation nicht organisch mitwachsen,
  • entsteht ein gefährliches Spannungsfeld unter der Belegschaft,
  • was durch deren höheren Einsatz ausgeglichen werden muss.

Also: Nur den Kunden dienen zu wollen, reicht alleine nicht aus.

Zu 2. Der Gewinn – ohne Mitarbeiter und Kunden?

Der zweite Punkt ist der Gewinn, der ohne die Faktoren Mitarbeiter und Kunden nicht eintreten kann. Ohne gute und motivierte Mitarbeiter, die sich mit Unternehmen und angebotenen Produkten und Dienstleistungen nicht identifizieren und die Kunden von diesen herausragenden Produkten und Dienstleistungen zu „abhängigen Wiederholungstätern“ machen, gibt es letztlich keinen Gewinn.

Wenn jedoch die Gewinnerstrebungsinteressen der Eigentümer zu Lasten der Mitarbeiter und Kunden ein übergeordnetes Interesse gewinnen, führt das zu fehlender Identifikation auf allen Ebenen. Diesen „Gewinnmaximierungs-Exzess“ gab es bereits in Zeiten des ungehemmten Shareholder Values der 80er und 90er Jahre.

In dieser Zeit wurden Mitarbeitern zwecks Gewinnerhöhung in großer Zahl entlassen. Diese Priorisierung hat viele dieser Unternehmen entweder aus dem Markt genommen oder sie mussten sich verändern. Die Folge dieser Gewinnmaximierung:

  • Erhöhter Druck der verringerten Belegschaft, dennoch zu performen
  • Mobbing & systematische Ausgrenzungen bestimmter Teammitglieder
  • Burn-out durch einen zu hohen Mitarbeiter-Arbeitsaufwand und Arbeitsstunden
  • Abwanderungsgedanken von z.T. essentiell wichtigen Mitarbeitern an die Konkurrenz

Also: Nur den Gewinn zu maximieren, reicht alleine auch nicht aus.

Zu 3. Der Mitarbeiter – nur ein kleines Glied in der Kette?

Die Belegschaftsmitglieder eines Unternehmens stellen in ihrem Arbeitsleben ihr Wissen etc.  einen großen Teil eines Tages zur Verfügung. Dabei nehmen sie in Kauf, teils ungerecht behandelt und auch manchmal überfordert zu werden. Unternehmer nehmen ihre Mitarbeiter oft als selbstverständlich wahr. Dafür riskieren die Mitarbeiter u.U. folgende Dinge:

  • Burn-out
  • Mobbing usw.
  • Interne Machtkämpfe mit den Kollegen
  • Mangelnde Anerkennung seitens der Chefs

Sehr oft steckt ein Firmenchef mehr Geld in die Wartung der Maschinen, indem er Wartungsverträge zwischen 50.000,00€ und 100.000,00€ für diese abschließt. Ein Mitarbeiter dagegen muss sich sehr oft damit abfinden, ohne firmengeförderte Weiterbildungen, Schulungen und flexible Arbeitszeiten durchs Berufsleben zu kommen und dennoch soll er performen.

Manchmal verbietet die Loyalität, aber auch die Sorge/Angst es beim Chef anzusprechen, auf diese Zusatzleistungen zu verzichten. Im gleichen Atemzug erbringen sie bisweilen Überstunden, ohne dass dies von der Geschäftsführung honoriert, oder gar anerkannt wird. Diese Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter finden wir vor allem in Firmen, die seit 5 Jahren oder länger am Markt agieren.

In letzter Zeit wird dagegen von den vielen „tollen“ Bedingungen berichtet, die in vielen Start-ups herrschen. Hier bekommen die MA ihr Essen kostenlos von einem Sternekoch zubereitet. Homeoffice ist selbstverständlich, flache bzw. keine Hierarchien sind an der „agilen“ Tagesordnung. MA lassen sich auf geringe Bezahlung und lieber auf Bonusprogramme ein, die ohnehin fast nie eingelöst werden.

Durch diese Goodies werden die Angestellten letztlich ausgebeutet. Interessanterweise lassen sie sich gerade durch diese „Obstkörbe“ verführen, ähnlich der Treuepunkte, die Sie z.B. bei DM sammeln können, und erbringen im Gegenzug einen überdurchschnittlich hohen Einsatz an ihrem Arbeitsplatz, in der Hoffnung, dass diese Bonussysteme auch real werden.

Jedoch beachte: „Hoffnung ist des Kaufmanns Tod!“

Ein Unternehmer, der sich dessen bewusst ist, weiß: Dieser „Teufelskreis“ hat ein begrenztes Haltbarkeitsdatum. Irgendwann wird sich ein Mitarbeiter darüber klar werden, dass er in einem Hamsterrad gefangen ist und aus diesem „ausbrechen“ wollen – gerne auch mit Unterstützung anderer Kollegen oder durch die innere Kündigung.

Bzw., diese Faktoren werden wegbrechen und bedeuten das sichere Firmenende.

Also: Ein Unternehmen ohne zufriedene Mitarbeiter funktioniert nicht, nein, es EXISTIERT nicht!

Umso wichtiger ist es, dass die Beachtung der Mitarbeiter einer Firma stärker in den Fokus gerückt werden – und damit auch ihre Sorgen, Wünsche und Erwartungen – an ihre Kollegen, an das Unternehmen, an die Kunden, an Sie als Chef!

Wir halten fest: Gewinnstreben alleine geht und funktioniert nicht. Genauso wenig funktionieren eine reine Kundenorientierung!

Was tun, um ein gesundes Gleichgewicht zu erreichen?

Meiner Meinung nach – und das sehen wir vor allem in Krisenzeiten – sind im Gemengelage der drei Positionen Kunden, Gewinn, Mitarbeiter theoretisch alle gleich wichtig. Dennoch möchte ich die Hauptgewichtung zugunsten der Mitarbeiter legen. Warum? Weil diese einen Großteil ihres Lebens mit der Firma, ihren Produkten und Ihnen als Chef dem nächster Bezugspunkt verbringen.

Die Mitarbeiter sind in erhöhtem Maße von Ihnen und Ihrem SACHLICHEN Urteil abhängig. Treffen Sie eine falsche (emotionale) Entscheidung, haben am Ende des Tages die Mitarbeiter diese zu erdulden und auszugleichen – möglicherweise mit der Entlassung. Das Risiko der falschen Entscheidung wird für Sie als Unternehmen zusätzlich durch das Insolvenzrisiko erhöht. Stellen Sie sich mehrere Kreise vor:

  • Sie als Unternehmer sind der erste Kreis
  • Um Sie herum ist der nächste Kreis der der Mitarbeiter
  • Der darauffolgende Kreis sind Kunden (Produkte und Dienstleistungen)
  • Zum Schluss kommt der „Gewinn-Kreis“, der ohne die ersten 3 Kreise nicht möglich ist

Wenn Sie in diesem Kreis-Rahmen denken, sehen Sie: Ihr erster Ansprechpartner ist IMMER der Mitarbeiter! Hören Sie diesen zu, gerade dann, wenn sie sich kritisch äußern. Sie kommen nur zu den beiden folgenden Kreisen, wenn Sie Ihre Leute durch diesen Kreis „mitgenommen“ haben.

Noch einfacher und übersichtlicher dargestellt:

Fazit: Kümmern Sie sich deshalb zunächst immer um Ihre Mitarbeiter und erst dann um die anderen Themen. Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit bei Ihren Entscheidungsfindungsprozessen. Hören Sie Ihren Mitarbeitern genau zu. Führen Sie deshalb regelmäßig anonyme Online-Mitarbeiterbefragungen durch. Wie dies funktioniert, können Sie diesem Link entnehmen:

Und auch, wenn ein Mitarbeiter vermeintlich „querschießt“ und sehr polarisierend ist, heißt das nicht, dass dieser Mitarbeiter der Firma nicht loyal verbunden ist. Vielmehr kann es der Fall sein, dass dieser Mitarbeiter sich nicht angemessen beachtet und gewertschätzt fühlt und denkt, zu kurz zu kommen. Machen Sie als Chef diese MA nicht mundtot, sondern nehmen Sie diese besonders mit!

Sehen Sie sich selber nicht in der Lage, diesen Schritt, der im Interesse aller und des Unternehmens ist, holen Sie sich professionelle Hilfe von außen. Ein Berater ist eine solche Hilfe und Unterstützung, vor allem, wenn er die Probleme durch regelmäßige anonyme Umfragen offenlegt. Nur so kann er mit Ihnen als Chef Lösungen erarbeiten und umsetzen, die Ihr Unternehmen langfristig optimieren.

Wenn Sie auf der Suche nach einem solchen Berater sind – noch besser, einem bei der BAFA registrierten Berater (ID # 179592), der individuell auf Ihr Unternehmen zugeschnittene Online-Mitarbeiterbefragungen anbietet und durchführt, dann rufen Sie mich noch heute für ein kostenloses Infogespräch unter +49 (0)40 80 80 93 136 an oder schreiben Sie mir hier

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